Holzfigur vom Künstler Clemens Heinl, soll einen Pilger darstellen

Holzfiguren in Nonnenhorn

Einleitung

Vom Geheimtipp zum Publikumsmagneten

Inhalt

Die Kunst hat Nonnenhorn erobert. Im Zuge der Dorferneuerung zog zunächst eine fünfköpfige Skulpturengruppe ein, die bald um drei weitere Figuren wuchs. Heute bereichern die acht lebensgroßen Kunstwerke vom Bildhauer Clemens Heinl als öffentlicher Skulpturenpark unser Ortsbild. Was anfangs neugierig bis skeptisch beobachtet wurde, ist längst fest in den Herzen der Menschen verankert: Die markanten Figuren haben sich zu einem absoluten Anziehungspunkt für Einheimische und Gäste entwickelt.

Den geforderten Bezug zum Ort schuf Heinl, indem er in Zusammenarbeit mir den Ortsheimatpflegern Nonnenhorner Charaktere im Archiv heraussuchte, die prägnant waren und für das Leben in Nonnenhorn stehen.
Sie sind alle mit einer Kettensäge aus je einem Baumstamm herausgearbeitet worden.
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Der Vogelvertreiber

 

Diese Figur auf der Wiese am Stedi erzählt eine charmante Geschichte: Sie zeigt einen schlafenden Mann auf einem Stuhl, auf dessen Hut, Beinen und verschränkten Armen sich unzählige Vögel tummeln. Zu seinen Füßen liegt eine Rätsche. Sie gehörte dem Nonnenhorner Original „Forsters Bibi“, dessen eigentliche Aufgabe es war, die Vögel aus den Weinbergen zu vertreiben. Zur Zeit der Traubenernte zog er durch die Reben, um die Ernte vor den hungrigen Schwärmen zu schützen. Wurde er jedoch müde und setzte sich hin, passierte das Gegenteil: Die Vögel ließen sich friedlich auf ihm nieder.

Heute sind viele Weinreben mit Hagelnetzen geschützt, die gleichzeitig als effektiver Schutz vor Vogelfraß dienen.

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Der Pilger

Holzfigur vom Künstler Clemens Heinl, soll einen Pilger darstellen
Holzfigur vom Künstler Clemens Heinl, soll einen Pilger darstellen
Holzfigur

Der „Pilger auf dem Jakobsweg“ , an der Ecke Seestraße/Seehalde,  erinnert mit den langen gewellten Haaren an der Künstler Albrecht Dürer.

Allerdings sieht der Mann in der roten Badehose, dem Handtuch, dem gelben Bademantel  und den Flip-Flops an den Füßen eher aus wie jemand, der zum  Schwimmen geht.

Er befindet sich hier in Nonnenhorn aber auf dem Jakobsweg und sein Weg führt ihn nach Santiago de Compostela.

In Nonnenhorn endet der Bayerisch-Schwäbische Jakobsweg an der historischen St. Jakobus Kapelle , von wo Pilger traditionell mit dem Schiff über den Bodensee ins schweizerische Rorschach übersetzen, um ihre Reise auf der Via Jacobi fortzusetzen

 

 

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Der Fischer

Holzfigur, die eionen Fischer darstellt mit einer großen Fischerhose mit Fischen drin
Holzfigur, die eionen Fischer darstellt mit einer großen Fischerhose mit Fischen drin

Direkt im Kurpark am Landesteg steht der Fischer.

Er symbolisiert den für die Bodenseeregion typischen Berufsstand der Fischer, die heutzutage mit vielen Problemen zu kämpfen haben.
Daher schaut er nachdenklich in die Ferne, während aus seiner weiten Fischerhose allerlei Fischschwänze ragen.

Die wenigen, noch verbliebenen Berufsfischer am Bodensee kämpfen aufgrund des nährstoff- und phosphatarmen Wassers sowie invasiver Arten wie der Quagga-Muschel mit niedrigen Erträgen und starken Einbußen durch Fangbeschränkungen.

Von April bis September finden  Führungen durch die staatliche Fischbrutanstalt statt, Termine bekommen sie in der Tourist Info oder hier:

 

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Die Apfelprinzessin

An der Ecke Uferstraße/Mauthausstraße steht die Skulptur „Principessa di Mela“.

In Anlehnung an Botticellis berühmtes Gemälde „Die Geburt der Venus“ steht die „Apfelprinzessin“ charmant inmitten von Blütenpflanzen und symbolisiert den Berufsstand der Obstbauern.

Der Bodensee zählt zu den bedeutendsten Obstbauregionen Deutschlands , wobei der Apfelanbau dank des milden Seeklimas das wirtschaftliche Herzstück der regionalen Landwirtschaft bildet.

 

 

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Der Gaudiwurm

Am Park gegenüber dem Rathaus erinnert eine Figur an den Schmid Ferdl – ein unvergessenes Original des Narrenvereins, das hier den Gaudiwurm im Arm hält.
Gleich nebenan hat der historische „Narrenbenz“ seinen Platz in einer gläsernen Garage gefunden.
Der besagte Ferdl rettete den als Güllefahrzeug missbrauchten Benz für den Narrenverein und brachte die Nonnenhorner Fasnet in Schwung.

Auch heute führt der Narrenbenz traditionell den Fasnetsumzug , den sogenannten „Gaudiwurm“ in Nonnenhorn an.

Direkt neben der Glasgarage laden Schautafeln dazu ein, tiefere Einblicke in die Geschichte von Schmid Ferdl, dem legendären Fahrzeug und seiner besonderen Garage zu gewinnen.

 

 

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Die Ehefrau des Torkelmeisters

Bei der ehemaligen Apotheke, jetzt „Vinotheke“, steht passenderweise die Frau des Torkelmeisters.
Ihr strenger  Blick scheint dem Betrachter scherzhaft zuzurufen: „Warte nur, bis du heimkommst…“.

Hintergrund ist der, dass der Torkelmeister sich in früheren Zeiten während der vier- bis sechswöchigen Weinlese weder tags noch nachts vom Torkel (der Weinpresse) entfernen durfte. Nur wenn es nebenan kein Torkelhäuschen gab, war es ihm erlaubt, „sich eine Viertelstunde in das nächste Haus zu begeben“.

Sie möchten mehr über diese alten Traditionen erfahren:
In der Vor- und Nachsaison findet mittwochs um 17 Uhr eine Torkelerklärung mit Weinverkostung statt:

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Die Winzerin

Am Stachus sitzt die Winzerin mit einem Glas Wein in der Hand.

Auf Ihrer Schulter thront ein Insekt, das für sie der reine Albtraum ist: die Kirschessigfliege!

Dieser invasive Schädling aus Asien befällt im Gegensatz zu heimischen Fliegen gesunde, reifende Trauben. Mit einem Sägeapparat schlitzt er die Haut auf, um Eier abzulegen. Durch die Wunden dringen Essigbakterien ein – die Beeren faulen und gären direkt am Stock. Da sich die Fliege rasant vermehrt, kann sie kurz vor der Lese innerhalb weniger Tage die komplette Ernte vernichten.

Obwohl der Weinbau am bayerischen Bodensee mit knapp 90 Hektar Rebfläche flächenmäßig sehr klein ist, bildet er als südlichstes und höchstgelegenes Weinbaugebiet Bayerns ein exklusives, hochqualitatives Aushängeschild der Region.

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Der Schiffsanbinder

Angeblich der „meistgeküsste Mann“ im Ort…

Der Mann im orange-gelben Mantel direkt am Stachus trägt die Züge eines ehemaligen „Schiffsanbinders“, der ein echtes Original in Nonnenhorn war. Der Herr aus dem Norden verbrachte in Nonnenhorn seine Ruhestand, trank gerne etwas über den Durst und unterhielt die Gäste mit allerlei kurzweiligen Geschichten.

Wenn ein Schiff der „Weißen Flotte“  anlegt, wirft die Besatzung die schweren Festmacherleinen an Land. Der Schiffsanbinder fängt diese auf und legt sie fachgerecht um die Poller an der Landestelle.
Beim Ablegen werden die Leinen auf Kommando des Kapitäns wieder gelöst und zurück an Bord gegeben.

Sobald das Schiff sicher vertäut ist, wird die Gangway (Landebrücke) ausgelegt und beim Ablegen wieder eingezogen.

Heutzutage verkaufen die Schiffsanbinder auch Tickets und beraten die Gäste.

 

 

Der digitale Gästeführer

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Die Galeristin und Gästeführerin Hedi Probst sowie der Vorstand des Museumsvereins Ferdinand Baur teilen mit Ihnen in Interviews spannende Informationen über die Geschichte und Besonderheiten Nonnenhorns.

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Die Standorte

Sie starten direkt an der Tourist-Information, wo Sie auch schon den „Vogelvertreiber“(1) entdecken können. Von dort aus geht es weiter in Richtung Landesteg. An der Ecke zur Seehalde grüßt Sie der „Pilger“(2) in seinem markanten gelben Bademantel. Nur ein Stück weiter, mitten im Kurpark, wartet der „Fischer“(3) mit seiner weiten Hose auf Sie. Nach einem gemütlichen Bogen durch die Parkanlage folgen Sie der Seestraße, bis Sie an der Ecke zur Uferstraße die „Apfelprinzessin“(4) erspähen. Vorbei am Kapellenplatz führt Sie der Weg weiter in die Conrad-Forster-Straße. Hier erwartet Sie eine echte Rarität: Der „Narrenbenz“ in seiner gläsernen Garage, direkt gefolgt vom „Gaudiwurm“(5). Zum Abschluss geht es weiter in Richtung Stachus bei der Kirche. Hier gibt es gleich drei Figuren auf einmal zu entdecken: die „Ehefrau des Torkelmeisters“(6), die „Winzerin“(7) und den „Schiffsanbinder“(8). Über die Seehalde gelangen Sie schließlich wieder entspannt zurück zu Ihrem Ausgangspunkt an der Tourist-Information.

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